Memphisto

Memphisto

Memphis liegt in Südtirol und der Teufel spielt Blues – oder wie war das gleich? Ach ja, der Teufel kommt aus Bruneck und spielt tatsächlich Blues. Das weiß man spätestens, seit er, Hubert Dorigatti, den renommierten IBC Blues Challenge als bester italienischer Bluesmusiker gewann. Nun ist seine neue CD da. Und wenn Mephisto ein Blueser ist, dann wird die Höllenstadt wohl Memphisto heißen. Von dieser Stadt singt Hubert Dorigatti jedenfalls im gleichnamigen Song, der auch Titel der CD ist. Eine Hommage an Memphis, die echte Stadt des Blues, gibt es aber auch: River City Blues. Und überhaupt gibt es auf diesem Datenträger viel Blues – ist klar. Die Stücke erzählen vom letzten Atemzug, der Seelensuche oder verklärten Kindheitserinnerungen – Blues eben.
Bestechend ist dabei die minimale Besetzung. Da gibt es keinen Bausch und Prunk, größtenteils begnügen sich die Songs mit Gitarre, dem Hauch der Mundharmonika (Fabrizio Poggi) und der rauh-weichen Stimme Huberts. Virtuose Pickings erinnern an die Zeiten des Ragtime und wenn der Percussionist (Max Castlunger) mit der Kalebasse als Bass Drum spielt, dann werden sogar Reminiszenzien an Afrika wach. Die Kalebasse diente ursprünglich dem Banjo als Resonanzkörper, welches ebenfalls aus Afrika mit in die Neue Welt gebracht wurde – und so verwundert es nicht, dass auch dieses Instrument erklingt (Dan Walsh). Genremäßig bleiben die Songs im Südstaatenblues, Akustik und Stomp Blues. Davon künden auch die Resonator- und Akustikgitarren, die Dorigatti spielt. Aufgenommen und gemixt wurden die Eigenkompositionen des Pusterer Musikers von Armin Rainer, sie erscheinen beim Label Three Samts Records von Herbert Pixner.

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